Donnerstag, 18. Dezember 2014

Fruchtige Grüße zum Jahresende


Es ist kaum zu fassen, aber nun ist schon wieder ein Jahr vergangen und Weihnachten klopft an die Tür, in froher Begleitung
  • der schon im letzten Jahr erwähnten Glitzer-Glimmer-Kitsch-China-Plastik-Dekorationen ...
  • der Sicherungen sprengenden und Modem gefährdenden Starkregengewitter (aufgrund derer wir nach der Zeit der stundenlangen Stromabschaltungen nun lange gewitterbedingte Strom- und Internetausfälle haben) ...
  • der australisch-sommerlichen Fruchtreifejahreszeit mit spottbilligen Tonnen von Litschis, Mangos, Pflaumen, Papayas, Pfirsichen, Korosols und, natürlich, Bananen ...
  • sowie der damit verbundenen und parasiten- oder schmutzwasserbedingten Bauchschmerzen, Übelkeiten und Durchfälle.

Und weil uns das alles so gut gefällt und Weihnachten und das neue Jahr und unser Vertragsende auf den seit Kurzem – es geschehen noch Zeichen und Wunder! - neu gemachten glatten, (für madagassische Verhältnisse) löcher- und kariesfreien Land- und Stadtstraßen in Hurrikan-Eile nahen, haben wir uns dazu entschlossen, bei unseren diversen Chefs anzufragen, ob wir nicht ein bisschen länger hier bleiben und zumindest das Vozama-Schuljahr bis zum Ende begleiten können, um dann auch fließender in das deutsche Schuljahr ab Sommer 2015 einzutauchen. Und tatsächlich haben wir in für große Verwaltungsmonstren windiger Eile grünes Licht für dieses Vorhaben bekommen, sodass unser Vertrag nun bis zum 13.9.2015 verlängert wurde und wir wohl Anfang August nach Deutschland zurückkommen. Bis dahin weiß ich dann hoffentlich, an welcher Schule ich landen werde und wo wir uns ein neues Zuhause suchen können. Ein Versetzungsantrag in den Süden des Südens ist gerade aus meinem Computer in Richtung Regierungspräsidium Stuttgart geschlüpft, ob das aber was wird oder wir weiterhin im hohen Norden des Südens frieren werden müssen, wird sich wohl erst im Laufe der nächsten 6 Monate entscheiden.

Das bedeutet natürlich auch für euch eine Verlängerung der Möglichkeit, uns hier besuchen zu kommen – eine Möglichkeit, von der Danielas Mutter im Oktober und November Gebrauch gemacht hat, indem sie uns 3 Wochen lang mit ihrer Gegenwart beglückte und die Kinder wie eine Weihnachtsfrau mit Koffern voller Geschenke überhäufte. Wir sind dann auch ein bisschen mit ihr und den Freunden, die sie begleiteten, im Land herumgesaust und die Kinder haben ihre Oma in vollen Zügen bzw. vollen Autos und an leeren Stränden genießen können.

Fast gleichzeitig hatte ich auch das Glück, an einem klassischen Konzert als Pianist mitwirken zu können, für das Musiker aus Tana speziell angereist waren. Das bedeutete zwar eine Menge Arbeit und gehörte nicht unbedingt in unser Schema des Entwicklungszusammenarbeitskontextes, hat mir aber doch große Freude bereitet und viel Nostalgie nach diesem mir so lieben Hobby aufkommen lassen.

Beruflich liegen wir ja sozusagen auch fast in den letzten Zügen. Vor allem jetzt, da Frère Claude nach einem sechsmonatigen gesundheitsbedingten Aufenthalt in Europa zurück ist – während dem viel an Leitungstätigkeit bzw. Begleitungstätigkeit für die Interims-Leitenden angefallen war - , ist es nun an der Zeit, ein besonderes Augenmerk auf die vollständige Übertragung von Aufgaben, Kompetenzen, Kapazitäten, Verantwortlichkeiten und sonstigen wichtigen Dingen, Dinglichkeiten und Dingenzen auf die einheimischen Führungskräfte zu legen sowie die sanft eingeführten Neuerungen in Pädagogik und Erwachsenenanimation zu festigen, um sie – Achtung, Modewort! - nachhaltig werden zu lassen.

Gerade haben wir auch zwei Wochen einer von einem großen Geldgeber in Auftrag gegebenen externen Evaluation überlebt, die das Projekt akribisch unter die Lupe nahm und letztlich zu einem durchaus positiven Ergebnis gekommen ist sowie gleichzeitig diejenigen kritischen Punkte hervorgehoben hat, die wir schon seit Langem als veränderungswürdig betrachten. Mal sehen, ob somit auch bisher felsenfest bewährte und bewehrende Gewohnheiten langsam ins Rollen kommen...

Soweit einmal eine sehr kompakte Zusammenfassung dessen, was hier und bei uns so passiert. Wer über Vozama auf dem Laufenden bleiben will, kann dies über die Internetseite und facebook tun:

Und wer zu faul zum Lesen ist, der kann einfach Fotos gucken:
Unsere privaten, aber ungehackten Bilder, insbesondere von Sarah und Noemi, HIER.
Alle Fotos von Vozama, nach Kategorien geordnet, HIER.
Und speziell nur die von Patrick von und für Vozama gemachten Fotos HIER.

Wir wünschen euch allen jedenfalls von Herzen ein glückliches, besinnliches, gesegnetes und eseses Weihnachtsfest sowie eine rutschige Lust ins neue Jahr, in dem wir uns hoffentlich wieder von Angesicht zu Angesicht sehen, sprechen, hören, riechen und anfassen können.

Alles Liebe von
PaDaSaNo

Rück-Blick zum Jahresende...
Voraus-Blick auf den vor uns liegenden Weg...

Der Weg in die Zukunft der Kinder von Vozama!





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